Diese beiden Räume standen mehr als ein dreiviertel Jahr auf Halde, da ich mich nicht so recht ran traute. Die „Sprossenfenster“, der Erker und das versteckte Klohäuschen ist das Besondere an dieser Puppenstube und stammt meines Erachtens aus der Fabrik Moritz Gottschalk. Ausgestattet mit vielerlei Möbelstücken in dem einen Wohnraum die nicht zusammen passten und ein eher modernes Schlafzimmer im anderen Raum, wollte ich die Zweizimmerwohnung einheitlicher gestalten. Ein neuer Außenanstrich war noch die leichteste aller Übungen. Da die alten Tapeten noch gut erhalten sind, steckte ich meine ganze Energie in einen neuen Parkettboden. Es war mein erster Versuch, echtes Holzfurnier als Parkett zu verlegen. Mit einem Cuter relativ genau zu schneiden, die Furniere verleimen und beschweren, war eine echte Herausforderung. Geschliffen und mit Lack versiegelt, passt es sich nun aber hervorragend den alten „Gemäuern“ an. Der kleine Anbau war scheinbar als Klo gedacht;) da die komplette Holztoilette ohne größeren Aufwand rein passte. Die Musikinstrumente waren z.T. vorhanden (Geige, Kontrabass, Klavier als Spieluhr) oder waren unschwer zu finden. Der Kachelofen ist als Sparkasse ein Werbemittel einer Ofenfirma und daher wesentlich günstiger als Öfen von namhaften Puppenmöbelfirmen. Die Vorhänge sind Schals aus dem Caritas Laden. Bei den defekten Fensterrahmen musste mein Laserkünstler Ferdinand wieder einspringen. Aus alt mach alt, so gut es halt ging! Die Stube selbst ist evtl. sogar ein echter Gottschalk vom Aufbau her.
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